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Modulübersicht des Masters Plurale und Transformative Ökonomik

Auf dieser Seite sind alle wählbaren Module des Studiengangs Plurale und Transformative Ökonomik einsehbar. Sie sind gegliedert nach den drei Schwerpunkten (1) Sozial-Ökologische Transformation, (2) Plurale Ökonomik und (3) Nachhaltige Unternehmen und Organisationen. 
Nicht aufgeführt ist der "offene Wahlpflichtbereich", der aus verschiedensten Modulen anderer Studiengänge besteht und sich von Semester zu Semester unterscheidet. 
Außerdem sind jeweils kurze (9 ECTS, mind. 6 Wochen) oder lange (18 ECTS, mind. 3 Monate) Praktika sowie Forschungsprojekte möglich. Eine Masterarbeit ist obligatorisch.
 

 

Schwerpunktübergreifende Pflichtmodule

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Heterodoxe Ökonomik" und dem Seminar "Mainstream-Ökonomik". 
In der Vorlesung werden verschiedene Strömungen der heterodoxen Ökonomik behandelt, dies können u.a. post-Keynesianische Theorien, Neo-Marxianische Theorien, Ökologische Ökonomik und Feministische Ökonomik. Die Studierenden erhalten eine Einführung in die Theorieschulen und lernen, deren Perspektiven auf verschiedene wirtschaftspolitische Themen aus den Bereichen Transformation und Nachhaltigkeit anzuwenden. Neben Vorträgen der Lehrenden wird die Vorlesung durch interaktive Methoden wie Kleingruppenarbeit und Diskussionen ergänzt. Begleitend werden relevante Texte zur vertiefenden Lektüre bereitgestellt.

Das Seminar fokussiert sich auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Mainstream-Ökonomik. Hierbei werden zentrale ökonomische Theorien aus Neoklassik und Mainstream analysiert und kritisch hinterfragt. Die inhaltliche Erarbeitung erfolgt entweder auf Basis von Textlektüre oder durch Referate der Studierenden.

 
Lehrperson: Dr. Steffen Lange
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung „Wissenschaftstheoretische Grundlagen der Ökonomik“ und dem Methodenseminar "Quantitative und qualitative Methoden der Pluralen Ökonomik". 
In der Vorlesung  werden grundlegend wissenschaftstheoretische Konzepte (vermittelt und mit Bezug auf die Praxis ökonomischer Forschung reflektiert. Die Studierenden lernen grundlegende erkenntnistheoretische und methodologische Zugänge und deren Stärken und Schwächen kennen (z.B. Popper, Friedman, Kuhn, Lakatos). Darüber hinaus werden ausgewählte Themen mit besonderer Relevanz für ökonomische Forschung kritisch eingeführt, z.B. der Einsatz von Modellen, Evidenzbasierung und Replikation sowie Neutralität, Objektivität und subjektive Werturteile. Außerdem wird die Rolle der Ökonomik innerhalb der Sozialwissenschaften reflektiert. Schließlich werden wissenschaftstheoretisch fundierte Ansätze einer Pluralen Ökonomik eingeführt und reflektiert (z.B. Interessierter Pluralismus).

Im Methodenseminar werden mathematische, statistische und qualitative Kenntnisse vermittelt. Die jeweiligen Ansätze werden anhand von Praxisbeispielen und aktuellen ökonomischen Fragestellungen als „pragmatische Werkzeugkiste“ eingeführt. Neben ihren Möglichkeiten, werden auch die Grenzen angewandter empirischer Methoden reflektiert.

Lehrperson: Jun.-Prof. Dr. Svenja Flechtner
Angebotshäufigkeit: Wintersemester und Sommersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Theorien des Wandels und der Beharrlichkeit" und dem Seminar "Transformations- und Übergangstheorien". 
Die Vorlesung gibt einen Überblick und führt auf breiter Basis in Theorien ökonomischen, politischen und sozialen Wandels ein. Es wird gezeigt, wie unterschiedliche wirtschafts-, sozial- und geschichtswissenschaftliche Theorien Transformation, Wandel und auch Beharrlichkeit erklären, analysieren und prognostizieren. Dabei werden die Grenzen und Möglichkeiten der Operationalisierung und Prognostizierung besonders hervorgehoben. 

Das Seminar ‘Transformations- und Übergangstheorien’ beschäftigt sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive mit zentralen theoretischen Ansätzen zur sozial-ökologischen Transformation, insbesondere mit Erklärungen darüber, wie wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel stattfinden kann. Dazu werden unterschiedliche Transformations- und Übergangstheorien behandelt, z.B. die Great Transformation (z.B. Polanyi) und historische Perspektiven auf tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, die Multi-Level-Perspektive auf sozio-technischen Wandel (z.B. Geels), oder theoretische Ansätze zu Krisen und Umbrüchen im Kapitalismus (z.B. Brand). Im Seminar werden die theoretischen Ansätze kritisch reflektiert und anhand aktueller Transformationsprozesse (z. B. Energiewende, Mobilitätswende, nachhaltige Landwirtschaft) angewendet und diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf den Bedingungen, Dynamiken und Konflikten, die Transformationen beeinflussen, sowie auf der Rolle von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in diesen Prozessen.

Lehrperson: PD Dr. Christian Franke
Angebotshäufigkeit: Sommersemester
 

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Nachhaltiges Wirtschaften" und dem Seminar "Nachhaltigkeitsstrategien". Es bietet eine Einführung in nachhaltiges Wirtschaften und beleuchtet verschiedene Definitionen und Interpretationen des Begriffs. Neben einer historischen Einordnung werden zentrale Konzepte sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit vermittelt. Ein Schwerpunkt liegt auf den Nachhaltigkeitsstrategien Effizienz, Konsistenz und Suffizienz sowie deren Anwendung auf individueller, unternehmerischer, kollektiver und staatlicher Ebene. Zudem werden Nachhaltigkeitstransformationen in verschiedenen Sektoren wie Energie, Mobilität, Industrie und Landwirtschaft analysiert. Studierende erhalten so ein umfassendes Verständnis der Herausforderungen und Chancen nachhaltiger Wirtschaftsweisen sowie möglicher Transformationspfade.

Lehrperson: apl. Prof. Dr. Niko Paech
Angebotshäufigkeit: Sommersemester

Module im Schwerpunkt Sozial-Ökologische Transformation

Das Modul besteht aus der Vorlesung „Wirtschafts-, und Umweltgeschichte“ und dem Seminar „Geschichte des ökonomischen Denkens“.
Die Vorlesung „Wirtschafts-, und Umweltgeschichte“ führt in historische Methoden (z.B. Hermeneutik, Zeitzeugeninterviews) und Theorien (z.B. Zeitmodell, Pfadabhängigkeiten) ein. Sie thematisiert an Beispielfeldern der allgemeinen Wirtschafts- und Umweltgeschichte, wie den Interdependenzen aus industrieller Entwicklung und Umweltverbrauch, historisch bedingte Komplexität von (wirtschaftlichen und umweltpolitischen) Entwicklungen und Entscheidungssituationen. Dabei wird gezeigt, dass wirtschafts- und umwelthistorische Entwicklungen (auch in aktuellen Entscheidungssituationen) eingebettet sind in gesellschafts-, politik-, technik- und umwelthistorische Kontexte. 

Das Seminar „Geschichte des ökonomischen Denkens“ bietet eine inhaltlich breite Einführung in die Entwicklung der Wirtschaft sowie deren ökonomisch-theoretische Reflexion (ökonomisches Denken) in ihren ökonomischen, politischen, technischen, rechtlichen und gesellschaftlich-kulturellen Kontexten. Im Seminar werden anhand ausgewählter Texte die wesentlichen Epochen und Konzepte der ökonomischen Theoriegeschichte und deren einflussreichsten Denker (beispielsweise: Smith, Marx, Keynes, Hayek) vorgestellt. Auch unter Betrachtung der jeweiligen Biografie wird das Theorieangebot reflektiert und in den zeithistorischen Kontext gesetzt. Auf diese Weise werden Theoriedebatten und die Bedeutung der ökonomischen Politikberatung in Geschichte und Gegenwart diskutiert.

Lehrperson: PD Dr. Christian Franke
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus dem Seminar "Geld- und Finanzmarkttheorie" und dem Lektürekurs "Zentrale Texte zu Geld- und Finanzmarkttheorie". 
Es behandelt die Rolle von Geld- und Finanzmärkten in der sozial-ökologischen Transformation. In der Vorlesung werden die grundlegenden Funktionsweisen des Geld- und Finanzsystems vermittelt und eine kritische Auseinandersetzung mit Mainstream-Theorien wie dem Monetarismus und der Finanzeffizienztheorie geführt. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der realen Mechanismen und institutionellen Strukturen des Geld- und Finanzsystems zu entwickeln. Dabei werden auch alternative Ansätze und Reformvorschläge diskutiert. Neben klassischen Lehrmethoden kommen interaktive Elemente wie Gruppenarbeiten und Fallstudien zum Einsatz.

Im Seminar steht die Verbindung zwischen dem Geld- und Finanzsystem und der sozial-ökologischen Transformation im Fokus. Die Studierenden analysieren aktuelle Herausforderungen und Konzepte, wie z.B. Sustainable Finance, Green Bonds und Impact Investing. Die inhaltliche Erarbeitung erfolgt durch die Lektüre wissenschaftlicher Texte, studentische Referate sowie praxisnahe Fallstudien und Diskussionen.

Lehrpersonen: Prof. Dr. Ekkehard Köhler und Elsa Egerer
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Projektmodul bietet Studierenden die Möglichkeit, praxisnah mit Organisationen (NGOs, Stiftungen, etc.) oder Unternehmen zusammenzuarbeiten und reale Problemstellungen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Gesellschaft zu bearbeiten. In kleinen Teams arbeiten die Studierenden gemeinsam mit einer Organisation ein Semester lang an konkreten Herausforderungen, die von der Organisation gestellt werden. Der Austausch mit den Partnerorganisationen ist ein zentraler Bestandteil des Moduls und ermöglicht eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis.

Das Modul gliedert sich in etwa in folgende Phasen:

  1. Kick-off: Gemeinsam mit der Organisation/den Organisationen werden Problemstellungen und Projektausrichtungen diskutiert.
  2. Theoretische Einordnung: Einführung in wissenschaftliche Methoden zur Bearbeitung/Analyse bestimmter Projekte oder Unternehmen.
  3. Projektarbeit: Studierende analysieren Problemstellungen und erarbeiten Lösungsansätze, begleitet durch Reflexions- und Feedbackrunden mit den Organisationen.
  4. Präsentation & Abschluss: Vorstellung der Ergebnisse, z.B. auf einer gemeinsamen Tagung oder in einem Abschlussbericht.
Lehrperson: Dr. Steffen Lange
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Verteilung und Transformation" und dem Fallstudienseminar "Verteilung und Transformation". Es beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von ökonomischer Verteilung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Verteilung bezieht dabei Einkommen, Vermögen und ggf. weitere sozio-ökonomische Ressourcen ein. Die Studierenden lernen grundlegende Zusammenhänge zwischen sozio-ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeitszielen und -prozessen kennen. Es werden mögliche Zielkonflikte und Synergien auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene betrachtet. Auch normative und polit-ökonomische Erwägungen (z.B. Klimagerechtigkeit, Just Transition, Umverteilung, Akzeptanz) werden eingeführt. Die Vorlesung mit begleitendem Seminar bietet einen Überblick, während das Fallstudienseminar ausgewählte Fragestellungen vertieft. Dabei wird im Fallstudienseminar entweder ein semesterübergreifendes Schwerpunktthema ausgewählt oder die Studierenden behandeln im Seminar viele verschiedene ausgewählte Fälle und Fragestellungen.

 

Lehrperson: Jun.-Prof. Dr. Svenja Flechtner
Angebotshäufigkeit: Sommersemester    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Politische Ökonomie" und dem Seminar "Macht und Transformation". Es beschäftigt sich mit der Rolle der politischen Ökonomie und Machtverhältnisse in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. In der Vorlesung werden zentrale Theorien der politischen Ökonomie behandelt. Die Studierenden setzen sich politischen Entscheidungsprozessen, Machtstrukturen und dem Zusammenspiel zwischen Politik und Ökonomie auseinander, die gesellschaftlichen Wandel prägen. Es wird untersucht, wie wirtschaftliche und politische Institutionen Transformationen beeinflussen und welche Akteure maßgeblich daran beteiligt sind. Die Vorlesung kombiniert klassische Lehrmethoden mit interaktiven Elementen wie Fallstudien, Gruppenarbeiten und Diskussionen.

Im Seminar wird vertieft auf die Zusammenhänge zwischen politischer Ökonomie und Machtstrukturen in konkreten Transformationsprozessen eingegangen. Die Studierenden analysieren aktuelle Fallbeispiele aus Bereichen wie Klimapolitik und sozialer Gerechtigkeit. Dabei werden sowohl wissenschaftliche Texte als auch praxisnahe Studien herangezogen. Die Bearbeitung der Inhalte erfolgt z.B. durch Lektüre, studentische Referate und Diskussionen.

 

Lehrperson: verschiedene
Angebotshäufigkeit: unregelmäßig    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Grundzüge der Postwachstumsökonomik" und dem Seminar "Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung der Postwachstumsökonomie". 
In der Vorlesung werden die Grundlagen wachstumskritischer Diskurse innerhalb der Sozial-, insbesondere Wirtschaftswissenschaften dargestellt, eingeordnet und einer kritischen Analyse unterzogen. Die Postwachstumsökonomik als eine ökologisch orientierte, heterodoxe sozialwissenschaftliche Teildisziplin umfasst vier Forschungsbereiche, erstens die theoretischen und empirischen Fundierungen unterschiedlicher Wachstumskritiken, zweitens eine Analyse nachfrage- und angebotsseitiger Wachstumszwänge, drittens den Aufbau ökonomischer Systeme jenseits von Wachstum und innerhalb ökologischer Grenzen (Postwachstumsökonomie). Letztere sind das Resultat einer vierstufigen reduktiven Transformationsstrategie, beruhend auf a) Suffizienz, b) Subsistenz, c) Regionalökonomie und d) einem im Sinne stofflicher Nullsummenspiele anzupassenden Industriemodell. Viertens werden in diesem Modul Konzepte, Strategien und Transformationsszenarien zur Umsetzung einer Postwachstumsökonomie beschrieben und analysiert. Diese reichen von mikroökonomischen Ansätzen der sozialen Diffusion postwachstumstauglicher Versorgungs- und Daseinsmuster bis zu makroökonomischen Steuerungsinstrumenten. 

Im begleitendem Projektkurs/Seminar analysieren die Studierenden empirisch ein konkretes Analyseobjekt hinsichtlich seiner Postwachstumstauglichkeit. 

 

Lehrperson: apl. Prof. Dr. Niko Paech
Angebotshäufigkeit: Sommersemester    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Klimaökonomik" und dem Seminar "Klimapolitik". Es bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit den ökonomischen Dimensionen des Klimawandels und des Klimaschutzes aus einer pluralen Perspektive. In der Vorlesung werden grundlegende Fragen der Klimaökonomik behandelt, z.B.:

  • Ursachen und zentrale Determinanten des Klimawandels (z. B. nationale, individuelle und sektorale Beiträge),
  • Klimaschutzszenarien und politische Steuerungsmechanismen,
  • Konzepte der Klimapolitik und deren wirtschaftliche Auswirkungen,
  • Zusammenhang zwischen konsequentem Klimaschutz und Wirtschaftswachstum,
  • Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für eine klimaneutrale wachstumsunabhängige Ökonomie.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Analyse des Zusammenspiels von Klimawandel, Umweltschutz und kapitalistischen Wirtschaftssystemen. Anders als in der klassischen Klimaökonomik wird das Thema nicht nur aus neoklassischer Perspektive betrachtet, sondern auch aus heterodoxen Ansätzen wie post-keynesianischer, ökologische-ökonomischer oder neo-marxistischer Sichtweise beleuchtet.

Im Seminar vertiefen die Studierenden einzelne Aspekte der Klimaökonomik, indem sie wissenschaftliche Texte analysieren und kontroverse Positionen diskutieren. Zudem werden Fallstudien zu Klimaschutzmaßnahmen und politischen Instrumenten bearbeitet.

 

Lehrperson: Dr. Steffen Lange
Angebotshäufigkeit: Sommersemester    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Mobilität" und dem Seminar "Ausgewählte Aspekte der Mobilitätswende". 
In der Vorlesung werden Systeme, Infrastrukturen und Praktiken der Mobilität in ihren ökonomischen, rechtlichen, politischen, technischen und planerischen Dimensionen behandelt. Dabei wird die historische Entwicklung ebenso behandelt wie die Bedeutung von Mobilität für die internationale Arbeitsteiligkeit und den Klimawandel. Im begleitenden Seminar werden aktuelle Herausforderungen der Mobilitätswende als Gestaltungsprobleme nachhaltiger Konzepte von Verkehr und Wirtschaft mit den Studierenden an konkreten Beispielen erarbeitet (z.B. globale Lieferketten, smart mobility oder Radschnellwege). Geplant sind auch unterschiedliche partizipative Lehrformate wie Simulationen von politischen Planungsprozessen.

 

Lehrperson: PD Dr. Christian Franke
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Einführung in gesellschaftspolitische Kontroversen der Transformation" und dem Seminar "Gesellschaftspolitische Kontroversen der Transformation: Forschungsprojekt". Es beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Kontroversen rund um das “Ob” und “Wie” einer sozial-ökologisch nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Vorlesung führt in verschiedene Kontroversen und Konfliktlinien ein, wie beispielsweise Klimasskepsis/-leugnung, Infragestellung demokratischer Prozesse, Debatte zu Trickle-Down-Effekt, etc. Beleuchtet werden dabei zunächst Akteure und Interessen, die die Notwendigkeit oder das Ziel einer sozial-ökologischen Transformation in Frage stellen. Weiterhin werden Kontroversen rund um die Ausgestaltung von Maßnahmen zur sozial-ökologischen Transformation behandelt. Im Seminar wird ein ausgewähltes Fokusthema vertieft (z.B. Lobbyismus, Demokratiefeindlichkeit, Überreichtum). Die Studierenden wählen ein gemeinsames Fokusthema für das Semester, das sie in eigenen Forschungsprojekten einzeln oder in Gruppen bearbeiten. 

 

Lehrperson: Jun.-Prof. Dr. Svenja Flechtner
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul bietet den Studiereden die Möglichkeit außerhalb des regulären Curriculums Kenntnisse zu speziellen Themen und Fähigkeiten im Bereich Transformative Ökonomik zu erwerben. Der Inhalt richtet sich nach den außerplanmäßig belegbaren Lehrveranstaltungen für das Modul. Die belegbaren Lehrveranstaltungen werden jedes Semester vor Vorlesungsbeginn online im Vorlesungsverzeichnis veröffentlicht.

 
Lehrperson: verschiedene
Angebotshäufigkeit: unregelmäßig

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Ökonomie und Wirtschaftspublizistik" und dem Seminar "Seminar zur Wirtschaftspublizistik".
Die Vorlesung konzentriert sich auf die Analyse der Wirtschaftspublizistik, wobei sowohl inhaltliche Grundannahmen als auch sprachliche Routinen kritisch beleuchtet werden.

  • Im Seminar wird analysiert, wie die Produktion und Reproduktion eines ökonomischen Mainstreams sich in ausgewählten Medien darstellt. Dabei werden zentrale Begriffe aus dem Vokabular der mainstream-orientierten Wirtschaftspublizistik herausgearbeitet.
  • Ungleichgewichte in der Berichterstattung werden auf ihre möglichen Ursachen in der Organisationsform von Medien und in gängigen Vorstellungen von „objektivem Journalismus“ befragt.
  • Alternative Medien und Darstellungsformen werden anhand von Beispielen diskutiert und von den Teilnehmenden durch das Schreiben eigener Texte ausprobiert.

Das Seminar konzentriert sich auf der praktischen Erstellung journalistischer Texte. 

  • Es werden Fragen des sauberen journalistischen Handwerks, der Ethik und des Presserechts erlebt, analysiert und diskutiert.
  • Dazu liegt der Schwerpunkt auf der journalistischen Praxis. Nachrichten, Kommentare, Features werden recherchiert und verfasst, Interviews geführt und geschrieben. 

Die Studierenden befassen sich außerdem intensiv mit der Auswahl und Gewichtung von Themen, mit Pfadabhängigkeiten in der Recherche sowie mit (ihrer eigenen) Sprache und deren Wirkung.

 
Lehrpersonen: Heike Holdinghausen und Stephan Hebel
Angebotshäufigkeit: Sommersemester

Module im Schwerpunkt Plurale Ökonomik

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Wirtschafts- und Umweltgeschichte" und dem Seminar "Geschichte des ökonomischen Denkens".
Die Vorlesung „Wirtschafts- und Umweltgeschichte“ führt in historische Methoden (z.B. Hermeneutik, Zeitzeugeninterviews) und Theorien (z.B. Zeitmodell, Pfadabhängigkeiten) ein. Sie thematisiert an Beispielfeldern der allgemeinen Wirtschafts- und Umweltgeschichte, wie den Interdependenzen aus industrieller Entwicklung und Umweltverbrauch, historisch bedingte Komplexität von (wirtschaftlichen und umweltpolitischen) Entwicklungen und Entscheidungssituationen. Dabei wird gezeigt, dass wirtschafts- und umwelthistorische Entwicklungen (auch in aktuellen Entscheidungssituationen) eingebettet sind in gesellschafts-, politik-, technik- und umwelthistorische Kontexte. 

Das Seminar „Geschichte des ökonomischen Denkens“ bietet eine inhaltlich breite Einführung in die Entwicklung der Wirtschaft sowie deren ökonomisch-theoretische Reflexion (ökonomisches Denken) in ihren ökonomischen, politischen, technischen, rechtlichen und gesellschaftlich-kulturellen Kontexten. Im Seminar werden anhand ausgewählter Texte die wesentlichen Epochen und Konzepte der ökonomischen Theoriegeschichte und deren einflussreichsten Denker (beispielsweise: Smith, Marx, Keynes, Hayek) vorgestellt. Auch unter Betrachtung der jeweiligen Biografie wird das Theorieangebot reflektiert und in den zeithistorischen Kontext gesetzt. Auf diese Weise werden Theoriedebatten und die Bedeutung der ökonomischen Politikberatung in Geschichte und Gegenwart diskutiert.

Lehrperson: PD Dr. Christian Franke
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Geld- und Finanzmarkttheorie" und dem Lektürekurs "Zentrale Texte zu Geld- und Finanzmarkttheorie". Es behandelt die Rolle von Geld- und Finanzmärkten in der sozial-ökologischen Transformation. In der Vorlesung werden die grundlegenden Funktionsweisen des Geld- und Finanzsystems vermittelt und eine kritische Auseinandersetzung mit Mainstream-Theorien wie dem Monetarismus und der Finanzeffizienztheorie geführt. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der realen Mechanismen und institutionellen Strukturen des Geld- und Finanzsystems zu entwickeln. Dabei werden auch alternative Ansätze und Reformvorschläge diskutiert. Neben klassischen Lehrmethoden kommen interaktive Elemente wie Gruppenarbeiten und Fallstudien zum Einsatz.

Im Seminar steht die Verbindung zwischen dem Geld- und Finanzsystem und der sozial-ökologischen Transformation im Fokus. Die Studierenden analysieren aktuelle Herausforderungen und Konzepte, wie z.B. Sustainable Finance, Green Bonds und Impact Investing. Die inhaltliche Erarbeitung erfolgt durch die Lektüre wissenschaftlicher Texte, studentische Referate sowie praxisnahe Fallstudien und Diskussionen.

Lehrpersonen: Prof. Dr. Ekkehard Köhler und Elsa Egerer
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Projektmodul bietet Studierenden die Möglichkeit, praxisnah mit Organisationen (NGOs, Stiftungen, etc.) oder Unternehmen zusammenzuarbeiten und reale Problemstellungen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Gesellschaft zu bearbeiten. In kleinen Teams arbeiten die Studierenden gemeinsam mit einer Organisation ein Semester lang an konkreten Herausforderungen, die von der Organisation gestellt werden. Der Austausch mit den Partnerorganisationen ist ein zentraler Bestandteil des Moduls und ermöglicht eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis.

Das Modul gliedert sich in etwa in folgende Phasen:

  1. Kick-off: Gemeinsam mit der Organisation/den Organisationen werden Problemstellungen und Projektausrichtungen diskutiert.
  2. Theoretische Einordnung: Einführung in wissenschaftliche Methoden zur Bearbeitung/Analyse bestimmter Projekte oder Unternehmen.
  3. Projektarbeit: Studierende analysieren Problemstellungen und erarbeiten Lösungsansätze, begleitet durch Reflexions- und Feedbackrunden mit den Organisationen.
  4. Präsentation & Abschluss: Vorstellung der Ergebnisse, z.B. auf einer gemeinsamen Tagung oder in einem Abschlussbericht.
Lehrperson: Dr. Steffen Lange
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Verteilung und Transformation" und dem Fallstudienseminar "Verteilung und Transformation". Es beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von ökonomischer Verteilung, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Verteilung bezieht dabei Einkommen, Vermögen und ggf. weitere sozio-ökonomische Ressourcen ein. Die Studierenden lernen grundlegende Zusammenhänge zwischen sozio-ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeitszielen und -prozessen kennen. Es werden mögliche Zielkonflikte und Synergien auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene betrachtet. Auch normative und polit-ökonomische Erwägungen (z.B. Klimagerechtigkeit, Just Transition, Umverteilung, Akzeptanz) werden eingeführt. Die Vorlesung mit begleitendem Seminar bietet einen Überblick, während das Fallstudienseminar ausgewählte Fragestellungen vertieft. Dabei wird im Fallstudienseminar entweder ein semesterübergreifendes Schwerpunktthema ausgewählt oder die Studierenden behandeln im Seminar viele verschiedene ausgewählte Fälle und Fragestellungen.

Lehrperson: Jun.-Prof. Dr. Svenja Flechtner
Angebotshäufigkeit: Sommersemester 

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Politische Ökonomie" und dem Seminar "Macht und Transformation". Es beschäftigt sich mit der Rolle der politischen Ökonomie und Machtverhältnisse in gesellschaftlichen Transformationsprozessen. In der Vorlesung werden zentrale Theorien der politischen Ökonomie behandelt. Die Studierenden setzen sich politischen Entscheidungsprozessen, Machtstrukturen und dem Zusammenspiel zwischen Politik und Ökonomie auseinander, die gesellschaftlichen Wandel prägen. Es wird untersucht, wie wirtschaftliche und politische Institutionen Transformationen beeinflussen und welche Akteure maßgeblich daran beteiligt sind. Die Vorlesung kombiniert klassische Lehrmethoden mit interaktiven Elementen wie Fallstudien, Gruppenarbeiten und Diskussionen.

Im Seminar wird vertieft auf die Zusammenhänge zwischen politischer Ökonomie und Machtstrukturen in konkreten Transformationsprozessen eingegangen. Die Studierenden analysieren aktuelle Fallbeispiele aus Bereichen wie Klimapolitik und sozialer Gerechtigkeit. Dabei werden sowohl wissenschaftliche Texte als auch praxisnahe Studien herangezogen. Die Bearbeitung der Inhalte erfolgt z.B. durch Lektüre, studentische Referate und Diskussionen.

Lehrperson: verschiedene
Angebotshäufigkeit: unregelmäßig    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Die Produktive Sphäre aus Sicht pluraler makroökonomischer Theorien" und dem Seminar "Wirtschaftspolitik". Es beschäftigt sich mit der produktiven Sphäre der Wirtschaft (also den Aktivitäten die monetär entlohnt werden). Es werden heterodoxe makroökonomische Theorien behandelt, wie z.B. post-Keynesianische oder Neo-Marxianische Theorien. Mithilfe der Theorien werden makroökonomische Aspekte wie Wirtschaftswachstum, Digitalisierung, Verteilung, Inflation, sektoraler Wandel, Beschäftigung und/oder internationaler Handel thematisiert. Dabei wird insbesondere die Rolle des Staates in der Beeinflussung und Steuerung genannter Aspekte analysiert. Hierauf aufbauend werden unterschiedliche Wirtschaftssysteme, sowie wirtschaftspolitische Konzepte diskutiert, beispielsweise aus den Bereichen Digital-Ökonomie, Postwachstumsökonomie, nachhaltige Staatsfinanzierung oder die Koordination von Geld-, Arbeits- und Währungspolitik.

 

Lehrperson: Dr. Steffen Lange
Angebotshäufigkeit: Sommersemester    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Die Reproduktive Sphäre" und dem Seminar "Wirtschaftspolitische Implikationen der Reproduktiven Sphäre". Es beschäftigt sich mit der reproduktiven Sphäre der Wirtschaft, also den Tätigkeiten, die grundlegende Voraussetzungen für wirtschaftliches Handeln schaffen, jedoch häufig unbezahlt oder unterbewertet bleiben. Dazu gehören insbesondere Sorgearbeit und ökologische Prozesse. Es werden heterodoxe ökonomische Theorien behandelt, darunter feministische Ökonomik, ökologische Ökonomik und institutionenökonomische Ansätze. Mithilfe dieser Theorien werden makroökonomische Aspekte wie die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Natur, soziale Reproduktion sowie die Abhängigkeit wirtschaftlicher Prozesse von ökologischen Ressourcen thematisiert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle staatlicher und gesellschaftlicher Institutionen in der Anerkennung, Regulation und Finanzierung der reproduktiven Sphäre. Hierauf aufbauend werden wirtschaftspolitische Konzepte diskutiert, beispielsweise zur Care-Ökonomie, zur gerechten Verteilung von Reproduktionsarbeit oder zur Integration ökologischer Grenzen in wirtschaftspolitische Entscheidungsprozesse.

 

Lehrperson: Dr. Friederike Habermann
Angebotshäufigkeit: Wintersemester    

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Entwicklung und Nachhaltigkeit" und dem Fallstudienseminar "Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Entwicklung und Nachhaltigkeit". Es beschäftigt sich aus kritischer und pluraler Perspektive mit der Ökonomik globaler Wirtschaftsbeziehungen und menschlicher Entwicklung – und fragt dabei zugleich, wie diese innerhalb planetarer Grenzen gestaltet werden können. Die Studierenden lernen sowohl den Begriff der „Entwicklung" kritisch zu reflektieren als auch internationale Wirtschaftsbeziehungen in ihrer strukturellen Dimension zu durchdringen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Fragen globaler Institutionen, Machtasymmetrien und historisch gewachsener Abhängigkeiten – etwa im Hinblick auf koloniale Ursprünge wirtschaftlicher Ungleichheit, Mechanismen struktureller Ausbeutung oder die Rolle internationaler Wirtschaftsordnungen. Hinzu tritt die ökologische Dimension: Globale Wirtschaftsstrukturen werden auch daraufhin befragt, wie sie zur Überschreitung planetarer Grenzen beitragen und welche Verteilungskonflikte sich daraus zwischen Ländern und Akteuren ergeben. Konkrete Felder wie Handel, Finanzsysteme, Besteuerung, Lieferketten oder Geoökonomik dienen dabei exemplarisch der Veranschaulichung übergreifender Zusammenhänge. Die im Modul vertretenen Perspektiven – von institutionenökonomischen über dependenz- und imperialismustheoretische bis hin zu ökologisch-ökonomischen Ansätzen – stehen dabei bewusst in einem produktiven Spannungsverhältnis zueinander. Strategien zur Gestaltung globaler Wirtschaftsbeziehungen und zur Verbesserung von Lebensstandards werden vor diesem Hintergrund nicht nur auf ihre Wirksamkeit, sondern auch auf ihre normativen Grundlagen, politischen Voraussetzungen und ökologischen Implikationen hin befragt.

 

Lehrperson: Jun.-Prof. Dr. Svenja Flechtner
Angebotshäufigkeit: Sommersemester    

Das Modul bietet den Studiereden die Möglichkeit außerhalb des regulären Curriculums Kenntnisse zu speziellen Themen und Fähigkeiten im Bereich Plurale Makroökonomik zu erwerben. Der Inhalt richtet sich nach den außerplanmäßig belegbaren Lehrveranstaltungen für das Modul. Die belegbaren Lehrveranstaltungen werden jedes Semester vor Vorlesungsbeginn online im Vorlesungsverzeichnis veröffentlicht.

 
Lehrperson: verschiedene
Angebotshäufigkeit: unregelmäßig

Module im Schwerpunkt Nachhaltige Unternehmen und Organisationen

Das Projektmodul bietet Studierenden die Möglichkeit, praxisnah mit Organisationen (NGOs, Stiftungen, etc.) oder Unternehmen zusammenzuarbeiten und reale Problemstellungen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Gesellschaft zu bearbeiten. In kleinen Teams arbeiten die Studierenden gemeinsam mit einer Organisation ein Semester lang an konkreten Herausforderungen, die von der Organisation gestellt werden. Der Austausch mit den Partnerorganisationen ist ein zentraler Bestandteil des Moduls und ermöglicht eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis.

Das Modul gliedert sich in etwa in folgende Phasen:

  1. Kick-off: Gemeinsam mit der Organisation/den Organisationen werden Problemstellungen und Projektausrichtungen diskutiert.
  2. Theoretische Einordnung: Einführung in wissenschaftliche Methoden zur Bearbeitung/Analyse bestimmter Projekte oder Unternehmen.
  3. Projektarbeit: Studierende analysieren Problemstellungen und erarbeiten Lösungsansätze, begleitet durch Reflexions- und Feedbackrunden mit den Organisationen.
  4. Präsentation & Abschluss: Vorstellung der Ergebnisse, z.B. auf einer gemeinsamen Tagung oder in einem Abschlussbericht.
Lehrperson: Dr. Steffen Lange
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Vertiefung Organisationsentwicklung" und dem Seminar "Begleitforschung in Organisationen". 
Innerhalb eines Praxisseminars werden Fragestellungen mit Studentengruppen bis zu 12 Personen bearbeitet. Ziel dieses Seminars wird die Suche nach Antworten auf drei zentrale Fragestellungen sein:

1. Welche Unternehmenskultur wohnt einem Unternehmen inne und wie kann diese analysiert werden?

2. Welche Modelle helfen bei der Beschreibung, und wie lassen sich die Theorien praktisch in der Analyse umsetzen?

3. Welche Möglichkeiten eine Unternehmenskultur zu gestalten bestehen?

Ein Unternehmen der Region fungiert dabei als Praxispartner und lässt sich von den Studierenden beforschen. Über die Laufzeit eines Semesters untersuchen die Studierenden den Praxispartner genauer. Die „Erforschung“ des Unternehmens erfolgt auf verschiedene Ebenen, etwa durch Besuche, Interviews mit Mitarbeitern und der Analyse bestehender Unterlagen, wie beispielsweise Werbematerial, sowie dem Auftritt im Internet in den verschiedenen Kanälen. Im Ergebnis lassen sich dann die empirischen Analysen mit theoretischen Modellen vergleichen und so Rückschlüsse auf die aktuelle Unternehmenskultur ziehen. Die so gewonnenen Erkenntnisse aus dem Unternehmen werden im Teamwork analysieren.

Um dieses leisten zu können, werden innerhalb des Seminars unter anderem die Themenfelder der Organisationsentwicklung/-analyse, Mitarbeiterführung, Motivation und Menschenbild sowie der Entwicklung und Durchführung von qualitativen Interviews erarbeitet.

Die Studierenden arbeiten inhaltlich an verschiedenen Schwerpunkten, fügen diese aber zu einer Gruppenarbeit zusammen. Dabei erstellen sie neben einer schriftlichen Ausarbeitung zusätzlich eine Präsentation, die abschließend vor dem Praxispartner präsentiert wird.

 

Lehrperson: Dr. Robert Kebbekus
Angebotshäufigkeit: Wintersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Wirtschafts- und Unternehmensethik" und der Übung "Fallstudien zur Wirtschafts- und Unternehmensethik". 
Wesentliche Lerninhalte der Vorlesung Wirtschafts- und Unternehmensethik sind: Ethische Grundkonzeptionen, Verantwortungsethik, Verfahrensethik, Dialogethik, Integrative Wirtschaftsethik, Corporate Social Responsibility, Sustainability und vitale Systeme, Faires Wirtschaften im globalen Maßstab, Nutzen und Legitimation sowie konkrete Anwendungsfälle.

In der Übung werden Fallstudien zu Wirtschafts- und Unternehmensethik bearbeitet.

 

Lehrperson: Prof. Dr. Christoph Schank
Angebotshäufigkeit: Sommersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Nachhaltigkeits- und Transformationsprozesse in sozialen Systemen" und dem Seminar "Anwendung der erlernten Methoden im Rahmen der Beforschung eines Unternehmens/Organisation". 
Im Rahmen des Moduls werden die folgenden Lerninhalte vermittelt:

  1. Grundlegende theoretische und anwendungsbezogene Kenntnisse in relevanten Transformationstheorien und deren Berücksichtigung in der Beratungspsychologie
  2. Beurteilung unterschiedlicher Unternehmenskulturen im Hinblick auf Transformationsprozesse
  3. Unterschiede in der Führungs- und Motivationskultur sowie der internen und externen Kommunikation
  4. Theoretische und praktische Kenntnisse über Interventions-formen und deren Anwendung in Prozessen des Wandels
  5. Ausformung und Einschätzung der eigenen Rolle in Transformationsprozessen
  6. Kulturanalysen auf Basis von qualitativen Befragungen in den vom Wandel betroffenen Prozessen und Systemen
  7. Kompetenzen in der Begründung und Darstellung von Prozessergebnissen zwecks Anwendung in der Veränderungsberatung
  8. Anwendung der erlernten Theorie- und Methodenkenntnisse in Zusammenarbeit mit einem Praxispartner
Lehrperson: N.N.
Angebotshäufigkeit: Sommersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Grundlagen der Innovations- und Transformationstheorie" und dem Seminar "Gestaltung von Prozessen des organisationalen und gesellschaftlichen Wandels". 
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick, um anhand historischer und aktueller Fälle mögliche Ausprägungen zivilgesellschaftlich initiierter Vorgänge des Wandels zu differenzieren. Die jeweiligen Rahmenbedingungen, Auslöser, Akteurskonstellationen, Handlungsmuster, befördernder sowie hemmender Faktoren. Sowohl erfolgreich verlaufende als auch gescheiterte Vorgänge der Transformation werden theoretisch und konzeptionell analysiert. Es erfolgt eine normative und demokratietheoretische Einordnung, um Kriterien zur Diskussion der Legitimation von dezentralen, oft als „bottom-up“ bezeichneten oder von NGOs ausgelösten Entwicklungen des Wandels benennen zu können. Behandelt werden zudem externe Optionen der politischen und finanziellen Unterstützung der an Transformation orientierten Akteure. Organisationsintern erforderliche Kompetenzen, Ressourcen, Management-Tools, Moderationstechniken, Konzepte zur Mitarbeiterschulung (inkl. Empowerment), zur Entwicklung von Kommunikations- und Netzwerkstrategien sowie zur Planung und zum Design konkreter Innovations- und Transformationsabläufe werden ebenfalls vertieft und theoriebasiert bearbeitet.

Im Seminar erlernen die Studierenden praktische Kompetenzen zur zivilgesellschaftlichen Transformation.  Dies beinhaltet Aspekte des Vereinsrechts, der Gründung von Organisationen, des Zuwendungsrechts und der Gemeinnützigkeit. Zudem wird die Akquise finanzieller und sonstiger Ressourcen behandelt, insbesondere Förderoptionen und andere Finanzierungsmodelle. Schließlich werden Möglichkeiten der Selbstorganisation zivilgesellschaftlicher Akteure und Strukturen eruiert, einschließlich der Rekrutierung und Befähigung, von Freiwilligen. Vertieft wird auch die Schaffung von Ownership.

 

Lehrperson: N.N.
Angebotshäufigkeit: unregelmäßig

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Transformatives Unternehmertum" und dem Seminar "Bedürfnisorientiertes Wirtschaften jenseits der Überschussmaximierung". 
Vorlesung: Die Geschichte des Unternehmertums wird anhand verschiedener Theoriezugänge aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften nachgezeichnet. Daraus ergeben sich idealtypische Charakteristika, Handlungsmuster und Zielsysteme dominanter Unternehmensausprägungen, die sich z.B. auf folgende Ebenen erstrecken: Technisierung und industrielle Arbeitsteilung, Markt als Allokationssystem, Privateigentum (Kapital und Güter), Gewinnorientierung, reziproker Tausch, hierarchische Entscheidungs- und Organisationsstrukturen, Monetarisierung jeglicher Leistung, Konkurrenzorientierung, Externalisierung sozialer/ökologischer Kosten. Die Darstellung und Einordnung transformativer Wirtschafts- und Unternehmensformen erfolgt anhand der jeweiligen Abweichungen von diesem tradierten Referenzmodell. Schließlich wird diskutiert, unter welchen Bedingungen sich derart abweichende ökonomische Gebilde langfristig stabilisieren lassen. 

Seminar: Die Teilnehmenden analysieren unterschiedliche Fallbeispiele für die in der Vorlesung vorgestellten Unternehmens- und Versorgungsformen.

 

Lehrperson: N.N.
Angebotshäufigkeit: Sommersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Entwicklungsstufen der Güterproduktion" und dem Seminar "Wertschöpfung aus marktwirtschaftlicher und sozialer Perspektive". 
Vorlesung: Es werden die Ursprünge der modernen Produktionswirtschaft erkundet. Ausgehend von der mikroökonomischen Produktionstheorie, insbesondere den zugrundeliegenden Zielsystemen werden die Übergänge zu neueren Managementmethoden, insbesondere zum globalen Supply Chain Management bearbeitet und kritisch reflektiert. Es werden insbesondere die Grenzen des Optimierungsansatzes vor dem Hintergrund einer gewandelten Realität kritisch ausgelotet und untersucht. Supply Chains werden auf Basis des Transaktionskostenansatzes in ihren aktuellen Ausprägungen analysiert. Im Kontrast und parallel zu marktbasierten Wertschöpfungssystemen hat sich der Dritte Sektor entwickelt. Um seine Existenz und Stabilität zu begründen, bedarf es einer umfassenden Analyse der Grenzen marktwirtschaftlicher, auf Wettbewerb beruhender Systeme. Dies wird auf Basis der der Ordnungsökonomik analysiert. Konkret wird dieser Zusammenhang anhand der Wohlfahrtsverbände als Anbieter sozialer Dienstleistungen eruiert. 

Seminar: Die Teilnehmenden vertiefen die Grenzen und Gestaltungsmöglichkeiten der verschiedenen Wertschöpfungssysteme.

 

Lehrperson: N.N.
Angebotshäufigkeit: Sommersemester

Das Modul besteht aus der Vorlesung "Ökonomie und Wirtschaftspublizistik" und dem Seminar "Seminar zur Wirtschaftspublizistik". Die Vorlesung konzentriert sich auf die Analyse der Wirtschaftspublizistik, wobei sowohl inhaltliche Grundannahmen als auch sprachliche Routinen kritisch beleuchtet werden.

  • Im Seminar wird analysiert, wie die Produktion und Reproduktion eines ökonomischen Mainstreams sich in ausgewählten Medien darstellt. Dabei werden zentrale Begriffe aus dem Vokabular der mainstream-orientierten Wirtschaftspublizistik herausgearbeitet.
  • Ungleichgewichte in der Berichterstattung werden auf ihre möglichen Ursachen in der Organisationsform von Medien und in gängigen Vorstellungen von „objektivem Journalismus“ befragt.
  • Alternative Medien und Darstellungsformen werden anhand von Beispielen diskutiert und von den Teilnehmenden durch das Schreiben eigener Texte ausprobiert.

Das Seminar konzentriert sich auf der praktischen Erstellung journalistischer Texte. 

  • Es werden Fragen des sauberen journalistischen Handwerks, der Ethik und des Presserechts erlebt, analysiert und diskutiert.
  • Dazu liegt der Schwerpunkt auf der journalistischen Praxis. Nachrichten, Kommentare, Features werden recherchiert und verfasst, Interviews geführt und geschrieben. 

Die Studierenden befassen sich außerdem intensiv mit der Auswahl und Gewichtung von Themen, mit Pfadabhängigkeiten in der Recherche sowie mit (ihrer eigenen) Sprache und deren Wirkung.

 

Lehrpersonen: Heike Holdinghausen und Stephan Hebel 
Angebotshäufigkeit: Sommersemester